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Architekturfotografie2024-03-03T13:45:15+01:00

Fotograf für Architektur in Köln/Bonn und Düsseldorf

Mein Name ist Dirk Baumbach. Ich lebe in Köln und arbeite als Architekturfotograf in ganz Deutschland, vorwiegend jedoch im Raum Köln/Bonn und Düsseldorf. Ich fotografiere Gebäude und Bauwerke, ästhetisch ansprechend und getreu in ihrer Darstellung. Als Architekturfotograf verwende ich hierfür spezielle Aufnahmetechniken und verbinde diese mit den Möglichkeiten der digitalen Bearbeitung.

Hier bin ich als Architekturfotograf zu Hause

Für die Architekturfotografie schlägt mein Herz! Durch meinen Standort in Köln fotografiere ich überwiegend in NRW. Von Aachen über Bonn bis Düsseldorf, Essen und allen anderen Städten im Ruhrgebiet wie beispielsweise Dortmund und Bochum: In welcher Stadt Sie auch wohnen, ich arbeite als Architekturfotograf in ganz Deutschland!

Was umfasst die Architekturfotografie?

Die Architekturfotografie ist die zweidimensionale Abbildung von Räumen und Architektur. Im Studium und der Ausbildung zum Fotografen ist es eines der wichtigsten Bereiche und für mich immer wieder eine große Herausforderung, unsere räumliche Wahrnehmung, unser Blickfeld auch unter schwierigsten Bedingungen technisch so zu visualisieren, dass eine bis ins kleinste Detail perfekte und verzerrungsfreie Darstellung möglich wird.

Neue digitale Bearbeitungstechniken haben in die Arbeit von Architekturfotografen sehr verbessern können. Doch bei allem was Capture one, Photoshop, PTGui usw zu bieten haben, ist Architekturfotografie vor allem noch immer ein Handwerk. Ein präziser Workflow, das Beherrschen optischer Gesetze und der Kameratechnik sind die Grundbausteine eines Architekturfotografen. Es ist nicht nur das Foto eines Gebäudes. Architektur ist lebendig! Es geht um die Menschen, die in ihr leben. Es geht um das Verständnis und die Visualisierung von Licht, Formen, Strukturen, Linien und dem Wechselspiel der Materialien.

Was ist gute Architekturfotografie?2024-02-08T12:52:48+01:00

Gute Architekturfotografie beinhaltet zunächst eine korrekte Darstellung, Dimension, Design, Form und Farben. Zudem zeigt sie das Bauwerk in seinem Kontext, macht seine Funktionalität und Emotionen für den Betrachter erlebbar.

Gibt es eine Art Leitfaden bei Architekturaufnahmen?2024-02-07T20:14:09+01:00

Richtlinien für Architekturfotografen

Obwohl es bei der Architekturfotografie um die naturgetreue korrekte Abbildung der Architektur geht, hat doch jeder Architekturfotograf dennoch seinen eigenen Stil,
eine persönliche Bildsprache.

In der Architekturfotografie gibt es Standards und Richtlinien, die eingehalten werden müssen! Dem künstlerischen Schaffen in der Bildbearbeitung sind zumindest bei der realistischen und naturgetreuen Darstellung von Gebäuden ästhetische Grenzen gesetzt. Die korrekte Darstellung ist jedoch ein absolutes Muss. Es genügt nicht, eine Kamera „ins Wasser“ zu bringen und mit einem Tilt-Shift-Objektiv umgehen zu können. Nicht immer hilft die Leiter oder das Hochstativ und wenn es in Städten eng wird, entscheiden sich viele semiprofessionelle Fotografen für die falsche Aufnahmetechnik, beispielsweise ein extremes Ultra-Weitwinkelobjektiv.

Der richtige Standort in Verbindung mit der eingesetzten Brennweite und all dies unter Berücksichtigung der digitalen Nachbearbeitung: Das unterscheidet am Ende einen erfahrenen Architekturfotografen von Einsteigern und semiprofessionellen Fotografen. Sie erkennen diese Bilder schnell, wenn vor allem zum Bildrand Strukturen, Fenster und Türen größer werden, vielleicht sogar verzerrt sind. Auch an den Dächern der Häuser kann man schnell erkennen, ob eine Architekturaufnahme korrekt gemacht wurde.

Wie bei der Architektur, bewegt sich alles in einem gewissen „Rahmen“, unterliegt gewissen Regeln und Vorgabengewisser Vorgaben. Dennoch hat jeder Architekt, und dies gilt ebenso für die Fotografen, seinen eigenen Stil. Architekturfotografen bewegen sich hierbei im Rahmen der korrekten Darstellung. Bei Ihrer Suche nach einem Architekturfotografen sollten Sie auf diese wichtigen Punkte bei den Referenzfotos im Portfolio des Architekturfotografen achten.

Verändert künstliche Intelligenz die Architekturfotografie?2024-02-07T20:02:57+01:00

Die neuen Möglichkeiten der KI werden die Arbeit der Fotografen verbessern!

Künstliche Intelligenz hat vor allem Auswirkungen auf die Bildbearbeitung und das generieren von Bildinhalten. Das „handwerkliche“ am Beruf des Fotografen ist durch KI nicht zu ersetzen.
Im Bereich der Produkt- und Werbefotografie sehe ich hier die größten Veränderungen. Ebenso bei den Models. Personen können mit Hilfe der neuesten Midjourney Version inzwischen sehr gut generiert werden und auch bei der Gestaltung von kreativen Werbefotos ist dieses KI Tool mehr als hilfreich. Schafft auch viele neue Möglichkeiten.

Wie berauschend auch die KI und die damit verbunden Neuerungen sein mögen: Der Umgang mit Licht, das TUN vor Ort kann von einer KI nicht ersetzt werden!

Was ändert sich durch den Einsatz von KI für Architekturfotografen?2024-02-07T20:03:58+01:00

Auf dem Gebiet der Architekturfotografie hilft künstliche Intelligenz unliebsame Gegenstände zu entfernen, Vegetation neu zu gestalten und sogar nicht sichtbare Elemente des Gebäudes sichtbar zu machen. KI beschleunigt und verbessert also vor allem den Prozess der Bildbearbeitung.

Für Architekturfotografen also mehr Segen als Fluch.
Wie sich KI auch entwickelt, Architekturfotografie ist Kunst und Handwerk. Die KI verbessert hierbei die Möglichkeiten der Bildbearbeitung.

Welche Foto-Ausrüstung benötigt man für Architekturfotografie?2024-02-08T14:45:58+01:00

Nur noch wenige Fotografen arbeiten analog oder mit echten Fachkameras im Groß- oder Mittelformat. Heute wird zu 95 % digital gearbeitet.

Hierbei kommen Vollformat-Kameras aber auch das APS-C System in Frage. Es zwar möglich digital eine höhe Auflösung und sogar mehr Details zu erhalten, gut wäre es jedoch, wenn das RAW Foto aus der Kamera mehr als 40 Megapixel aufweisen kann. Es gibt viele Details zu bearbeiten. Jedes Pixel mehr ist hierbei hilfreich.

Nach wie vor ist eine sehr hohe Qualität bei den Objektiven gefordert. Sehr niedrige Brennweiten und auch Tilt-Shift-Objektive finden sich ebenso in vielen Kamerataschen von Architekturfotografen wie Brennweiten zwischen 35-50mm und auch Tele-Objektive. Was überall und immer dabei ist: EIN GUTES STATIV!

Was kostet ein Architekturfotograf?2024-02-08T13:43:18+01:00

7Preise für Architekturfotografie | Welche Kosten entstehen?

Die Preise von Architekturfotografen unterscheiden sich stark, und dies aus gutem Grund. Sie beginnen bei guten Architekturfotografen nicht unter 800-1000 Euro zzgl. Mehrwertsteuer. Denn Architekturfotografie ist etwas anderes als beispielsweise Immobilienfotos für ein Online-Verkaufsangebot oder Bilder der Ferienwohnung für ein Inserat.  Namhafte und ausgezeichnete Architekturfotografen arbeiten für Bauträger, Architekten und Interior-Designer und die Kosten liegen in dieser „Liga“ zwischen 2.000 – 4.000 Euro.
Größte Transparenz ist daher in der Kommunikation mit den Kunden sehr wichtig. Nur so kann ein passendes Angebot erstellt werden. So wie viele andere Fotografen auch, unterscheide ich hierbei zwischen verschiedenen Arten der Architekturfotografie: Immobilienfotografie (kürzere Nutzungsdauer) Interieur- / Innenarchitektur und der dokumentarischen anspruchsvolleren Architekturfotografie.

  • Immobilienfotos auf die schnelle Art (für Makler mit kurzer Verwertungsdauer)
  • Innenarchitektur mit einer Vielzahl von Einzelaufnahmen sowie Licht-/Blitzanlagen
  • Architekturfotografie unter Berücksichtigung bestimmter Vorgaben zu verschiedenen Uhrzeiten
  • Reportagen und Dokumentationen für Presse Publikationen. Keine Besonderheiten, wenig Bildbearbeitung.

Architekturfotografen antworten auf die Frage: „Was kosten bei Ihnen 5-6 Architekturfotos?“ selten mit einem konkreten Preis. Jedes Projekt ist einzigartig. Es stellen sich zunächst einige Fragen. Was in welcher Umgebung fotografiert werden soll und wie groß der Anteil der Retuschen ist. Weiterhin gibt es noch einen Punkt, der bei vielen Architekturfotografen ein Thema ist:

Lizenzgebühren

Viele Jahrzehnte schon, und in vielen Bereichen ist das noch heute so, werden Lizenzgebühren von Fotografen für Fotos erhoben. Vor bei Architekturfotografen ist dies immer noch sehr häufig der Fall. Hierbei werden pro Bild noch einmal Lizenz-Gebühren bis zu 200 Euro und fällig. Die Höhe des Betrages richtet sich hierbei nach dem jeweiligen Nutzungsrecht und der damit verbunden Verwendung des Bildmaterials (zeitlich und räumlich).

Es mag einträglich sein, für eine zeitgemäße Kalkulation spricht jedoch zunehmend, der fotografischen Arbeit und auch dem künstlerischen Schaffensprozess einen „Namen“, sprich Preis zu geben der transparent ist und mit dem ein Kunde auch noch in 2 Jahren umgehen kann.

Warum ist Architekturfotografie so umfangreich?

Architekturfotografie, Immobilienfotografie, Interieurfotos und alles, was zu dem Bereich der Fachfotografie gehört ist nicht nur von guter Vorbereitung abhängig. Es ist vor allem die zeitaufwendigste Fotografie überhaupt. In Städten fotografiert ein Architekturfotograf nicht nur mit geringeren Abständen, es gibt um die Gebäude viel mehr „Bewegung“. Vielleicht parkt ein LKW für Stunden dort, wo selbst eine nachträgliche Retusche das Problem nicht lösen kann. Oder die Aufnahme wird dringend gebraucht, trotz noch immer aktiver Baustelle in der Straße.

Architekturfotografie erfordert Fotos mit größeren Dynamikumfang (sehr helle und sehr dunkle Bereiche). Eine Blitzanlage ist bei einer Außenaufnahme keine Option und bei natürlichem Licht sind 3 bis 5 verschiedene Belichtungen erforderlich, die später zu einem Bild zusammengefügt werden.

Jeder gute Architekturfotograf und jeder, der sich zu den besten Fotografen im Bereich der Architektur in Deutschland zählt, verbringt seine Zeit nicht überwiegend mit der 4×5 Fachkamera, oder einer DSLR. Der Arbeitsplatz eines Architekturfotografen ist oftmals der PC oder Mac.  Bildbearbeitungs-Software wie: PTLens, Adobe Lightroom/Photoshop. Capture one, PTgui, Autodesk ReCap, Lens C., ShiftN und andere, die sich auch auf das Gebiet der Verzerrungsfreien Architekturfotografie spezialisiert haben, werden eingesetzt, um das gewünschte Architekturfoto zu erhalten.

Darum sind die Preise für Architekturfotografie und Immobilienfotos unterschiedlich

Die Verweildauer von Fotos wird immer kürzer. Immobilienmakler benötigen Fotos oftmals nur wenige Tage, für eine erste Online-Präsentation. Nutzungsrechte für eine weltweite Publikation unterscheiden sich von denen für Architekten und Privatpersonen, die sich für Ihr Büro ein besonders detailreiches Foto im Großformat wünschen. Weitere Punkte, die der Architekturfotograf bei seiner Preis-Kalkulation berücksichtigt sind Aufnahmedauer und der erforderliche Aufwand in der digitalen Nachbearbeitung bzw. Retusche.

10 Fragen zum Shooting. Faktoren, die den Preis eines Architekturfotografen beeinflussen

  1. Lage des Gebäudes, in welcher Umgebung wird fotografiert?
  2. Größe und Ausrichtung.
  3.  Einfache Aufnahmen oder mit technischen Hilfsmitteln (große Gebäude mit geringem Abstand fotografieren)?
  4.  Fahrkosten, in meinem Fall von Köln gerechnet. Übernachtungskosten (über 300 km).
  5.  Ist ein Vorgespräch, oder die Besichtigung mit dem Architekten gewünscht?
  6.  Uhrzeit. Aufnahmen bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen, zu verschiedenen Tageszeiten?
  7. Anzahl der Aufnahmen und der benötigten Fotos.
  8. Sind durch die Lage oder bei Luftbildern Sondergenehmigungen erforderlich?
  9. Die Anzahl der erforderlichen Aufnahmen und der benötigten Fotos.
  10. Bildbearbeitung: Wie aufwendig ist die Montage von Einzelaufnahmen, Mehrfachbelichtungen. Müssen störende Objekte entfernt werden:
    Schilder, Fahrzeuge, Personen? Wie groß ist der Umfang der Retuschen, an Fassaden und bei Innenarchitektur, Decken, Wände, Böden, Glasflächen?

Stunden-, Tagessatz und alles über meine Preise als Architekturfotograf

  • Alle Preisangaben sind inklusive 19% Mehrwertsteuer
  • Stundensatz Fotografie = 165,00 €, (min. 3 Std.)
  • Tagessatz als Architekturfotograf = 1180,00 €
  • Stundensatz Bildbearbeitung/Retuschen = 82,00 €
  • 45MP Fotografie, 36x24mm Vollformat  = 60,00 €
  • 100MP Fotografie, digitales Mittelformat = 170,00 €
  • Gigapixel-Fotografie | bis zu 100 Einzelbildern = 210,00 €
  • Analoge Großbild Fotografie, Cambo 4×5/Rodenstock = 210,00 €
  • Keine Fahrkosten in ganz NRW = 0,00 €
  • Fahrkosten für Deutschland, je Kilometer = 0,74 €

Lizenzgebühren

Viele Jahrzehnte schon, und in vielen Bereichen ist das noch heute so, werden Lizenzgebühren von Fotografen für Fotos erhoben. Vor bei Architekturfotografen ist dies immer noch sehr häufig der Fall. Hierbei werden pro Bild noch einmal Lizenz-Gebühren bis zu 200 Euro und fällig. Die Höhe des Betrages richtet sich hierbei nach dem jeweiligen Nutzungsrecht und der damit verbunden Verwendung des Bildmaterials (zeitlich und räumlich).

Es mag einträglich sein, für eine zeitgemäße Kalkulation spricht jedoch zunehmend, der fotografischen Arbeit und auch dem künstlerischen Schaffensprozess einen „Namen“, sprich Preis zu geben, der transparent ist und auch noch in mehr als 2 Jahren für den Kunden Planungssicherheit gibt. Darum habe ich mich bereits 2023 hier für einen anderen Weg entschieden. Sie erhalten die entsprechenden Lizenzen für Ihre Nutzung, ohne Wenn und Aber!

Ein Gespräch mit dem Fotografen

Ein Angebot für Architekturfotografie ist immer individuell. Eine Kontaktaufnahme, vielleicht auch erste Beispielfotos mit einem Smartphone aufgenommen, können fast alle Fragen im Vorfeld klären. Sehr gerne können Sie mich auch in Köln persönlich kontaktieren.
Lassen Sie uns über Ihr Projekt und die Architekturfotos sprechen, die Sie benötigen!
Im Studio bin ich täglich erreichbar (Mo.-Fr.) , ab 09.00 h, unter:

Telefon 0221 665 888.

am Rheinufer aufgenommen. Kölner Dom, Sererinsbruecke, Krahnhaeser Köln

Professionelle Architekturfotografen in Deutschland

Die besten Architekturfotografen Deutschlands berücksichtigen alle Regeln der Architekturfotografie und haben zudem oftmals eine sehr große Erfahrung.
Die Liste professionell arbeitender Fotografen im Bereich der Architektur in Deutschland finden Sie hier,
auf der Website des BVAF, dem „Bundesverband der Architekturfotografie e.V.“

Wie in anderen Berufen auch, garantiert eine Ausbildung zum Fotografen, Fotografenmeister und selbst ein abgeschlossenes Studium an einer der Hochschulen für Fotografie, in Leipzig, Berlin, Hamburg, Dortmund oder Essen nicht automatisch, dass man erfolgreich als Architekturfotograf arbeitet. Marketing und Kommunikation sind von großer Bedeutung und am Ende entscheidet vor allem die Kundenzufriedenheit über eine Empfehlung als Architekturfotograf oder die Festigung eines festen Kundenstamms. Viele Quereinsteiger eignen sich das Wissen über die Architekturfotografie selbst an und liefern nach wenigen Jahren bereits sehr gute Resultate. Es sind die Architekturfotografen in Deutschland, die mit Fleiß, guter Arbeit, kundenfreundlicher Dienstleistung, Willen und Respekt vor Perfektion sowie einem natürlichen künstlerischen Gespür für Architektur ausgezeichnete Architekturfotografien erstellen. Selbst „Blogger“ konnten schon bei Architekturwettbewerben in Deutschland die Elite der Architekturfotografen auf niedrigere Plätze verweisen.

Ein gutes Architekturfoto in einem Wettbewerb bedeutet leider noch nicht gleichbleibende Qualität und das Vermeiden von Zufallsprodukten. Dies bleibt weiterhin Fotografen vorbehalten, die eine große Erfahrung im Bereich der Architekturfotografie vorweisen können. Die Tücke liegt bekanntlich im Detail und in der Praxis vor allem darin, die Probleme bei den Aufnahmen zu lösen.

Einen Architekturfotografen buchen, oder es selbst machen?

Viele Immobilienverwalter, Makler, Bauunternehmen und sogar Architekten stellen sich diese Frage! Die Faktoren der fotografisch korrekten Darstellung sind bekannt, die Digitalkamera für die Architekturfotografie ist schnell gekauft. Nun fehlt noch ein Stativ und das richtige Weitwinkelobjektiv für die Architekturfotografie. Das eine oder andere Turtorial bei YouTube hilft bei der späteren Bildbearbeitung und nach wenigen Wochen der Einarbeitung kommt der Einsteiger zu der Einsicht, dass Architekturfotografen doch mehr leisten, als vermutet.

Jeder Beruf hat seine Berechtigung! Die Architekturfotografie ist in Deutschland zudem ein Handwerk, das als künstlerische Fotografie auch von der Künstlersozialkasse anerkannt wird. Bei allen Studiengängen und der Ausbildung zum Fotografen im Bereich der Architekturfotografie steht ein großer Teil nicht auf dem Lehrplan der Hochschulen. Vor allem die perspektivisch Entzerrung bereitet vielen Fotografen Probleme. Ein Raster einzublenden mag der erste Schritt sein. Eine Entzerrung aller Linien unter Einhaltung aller Proportionen bis in den äußersten Randbereich, muss stets unter Berücksichtigung des Blickwinkels und der Perspektive erfolgen. Hier werden die häufigsten Fehler in der Architekturfotografie gemacht!

Maler zeichnen ein sehr hohes Gebäude, je nach Perspektive, nicht gerade zum Bildrand. Je nach Standpunkt würde es der natürlichen Wahrnehmung auch nicht entsprechen. Schauen Sie sich die besten Architekturfotografen der Welt an. Beispielsweise die Fotografien von Horst Haman „New York Vertical“. Solche Häuser / Wolkenkratzer ohne stürzende Linien zu zeigen, aufgenommen aus normaler Höhe und kurzer Distanz, würde unnatürlich aussehen und am Ende sieht das mühsam erstellte Architekturfoto trotz Tilt-Shift-Objektivs merkwürdig aus. Es wirkt nach oben breiter werdend. Wenn wir ein hohes Gebäude betrachten, verjüngt es sich nach oben und wird schmaler.

Leider ein nicht seltener Fehler, sogar bei ausgebildeten Fotografen. Immer gerade zum Bildrand ist nicht immer richtig! Das Verständnis für diese optischen Gesetze besitzen professionelle Architekturfotografen jedoch zu meist. Im nächsten Kapitel möchte ich noch ein wenig auf die Ausrüstung eines Architekturfotografen eingehen. Die besten Hilfmittel für gute Architekturfotos.

Architekturpreis VW Park - Foto Dirk Baumbach

Fachobjektive oder besser gleich eine Fachkamera?

Erstens: Niemals ohne Stativ und die Kamera immer ins Wasser (Waage) bringen. Autofokus und Blendenautomatik spielen für einen Architekturfotografen keine wirkliche Rolle. Entscheidend ist der richtige Standpunkt für die Aufnahme, unter Berücksichtigung der Sensorgröße und des eingesetzten Objektivs. Es hat nichts mit dem Retro-Trends in Fotografie zu tun, wenn ein Architekturfotograf mit einer der beliebten 4×5 Großbildkameras seine Aufnahmen macht: Sinar, Arca Swiss, Cambo, Alpa, Linhof, Toyo, Horseman oder Silvestri, um nur einige zu nennen. Hierbei kann es durchaus auch vorkommen, dass sogar der Bereich der Digitalfotorafie verlassen wird und ganz klassisch im Mittel- oder Großformat (Großbild mit Planfilm 9 × 12 cm, 13 × 18 cm, 18 × 24cm).

Aber was sind denn nun die Vorteile einer solchen Architekturkamera?

Fachkameras haben ihre besonderen Stärken in der Verstellbarkeit der Horizontalen und Vertikalen, sowie dem Schwenken. Das alles zudem in sehr hoher Präzision und über den Verstellweg von Tilt-Shift-Obektiven hinaus. Fotodiox bietet Rückenteile zur Verbindung einer DSLR für solche Fachkameras an. So besteht auch für Vollformat-DSLR-Fotografen durch Verschieben der Kamera und mehreren Einzelaufnahmen die Möglichkeit, ohne Digibacks von Leaf, Phase one, oder Hasselblad Aufnahmen mit 100-250 Megapixeln zu erstellen.

Die professionellen Mittelformat-Rückenteile (echtes Mittelformat mit 53.4 x 40.1 mm) liefern beispielsweise beim IQ4 satte 150 MP mit einem sehr hohen Dynamikumfang. Selbst bei 300dpi erreichen die Fotos Abmessungen von über 120x90cm. Fraglich ist jedoch, ob in Zeiten der Darstellung auf Smartphones und PCs eine Anschaffung von über 42.000 Euro zeitgemäß ist. Wer keine Architektur Großdrucke erstellt, kann nur in der Bildbearbeitung vom Detailreichtum profitieren. Dies kann man auch durch das Zusammenführen mehrerer Einzelaufnahmen erreichen. Hilfreiches Instrument hierbei: Der Nodalpunktadapter.

Doch zurück zur Fachkamera. Ausgelöst wird mit einem Blitz-Sync-Kabel, welches mit dem Objektiv verbunden ist, da sich der Verschluss in den Objektiven befindet. Dieses mechanische Auslösen wird bei neuen Digibacks mit einer Wake-up Funktion verbunden. Die Kamera erwacht erst bei der Aufnahme aus dem Stand By. Dies hat zur Folge, dass sich die Sensoren nur minimal erwärmen, das Bildrauschen reduziert wird und sich die Bildqualität  dadurch erhöht.

Bei älteren Rückenteilen (meist CCD Backs) gibt es keinen Live-View-Modus. Hier fühlt sich die Architekturfotograf wie in alten Zeiten. Man bedient ein Präzisionsinstrument (3 Hersteller dieser Fachkameras sind in der Schweiz), was die Arbeit erleichtert und die Freude bei der Bedienung erhöht. Das Motiv wird im optischen Sucher, oder über eine Mattscheibe ausgewählt und später die Aufnahme gemacht bzw. die Kassette mit Planfilm eingelegt.

Die Entfernung wird mit einem Telemeter (Entfernungsmesser) ermittelt, die Blende ausgewählt, über den Belichtungsmesser dann die Verschlusszeit an der Kamera eingestellt. All das mit einem Gerät, exzellent von Hand gefertigt. Da kommen Technik-Freaks ins Schwärmen. Wer so arbeitet, kann ohne Zweifel bessere Ergebnisse erzielen. Allerdings ist der Besitz einer solchen Fach-Kamera keine Garantie für gute Architekturfotografie.
„Gute Töpfe machen alleine noch kein gutes Essen“!

Nach wie vor gehören solche Fachkameras jedoch zur Königsklasse in der Architekturfotografie. Verbunden mit Objektiven von Schneider-Kreuznach, Hasselblad, Fuji und Rodenstock. Letztere bieten auch heute noch neue professionelle und synchrone Fachobjektive für die Digitalfotografie an.

Visuelle Raumwahrnehmung vs. fotografische Raumwahrnehmung

Mit dieser Wechselwirkung beschäftigen sich Architekturfotografen. Mich begeistert diese enge Beziehung der optischen Wahrnehmung in der „Architekturfotografie“ und die Herausforderung, diese fotografisch umzusetzen. Mit Stativ und Fachkamera hat es etwas Ursprüngliches. Zu vergleichen mit der fotografischen Arbeit der Pioniere in den Anfängen der Architekturfotografie. Zur Architektur zählen nicht nur Bauwerke, wie der Kölner Dom, das Bonner Kunstmuseum, oder die Elbphilharmonie. Wir leben in Gebäuden mit Fenstern und Türen, aber vor allem leben Menschen darin. Dies ist ein großes gestalterisches Element. Architekturfotos sind nicht nur Raum, Linien, Formen, Licht und Strukturen. Gute Architekturfotografie geht darüber hinaus.

Gute Architekturfotografie setzt eine langjährige Erfahrung als Fotograf voraus. Gleichsam dokumentarisch und auch künstlerisch ist diese Arbeit. Die Fotografie von Bauwerken und Gebäuden erlaubt hier jedoch keine gleichsam großen Freiraum, wie in anderen Bereichen der künstlerischen Fotografie, der dokumentarische Bildstil überwiegt.

Die authentische, naturgetreue und auch wertfreie Wiedergabe von Architektur

Hierbei spielt vor allem die Position des Fotografen bei der Aufnahme eine sehr große Rolle. Übersteigerte Perspektiven führen nicht zum gewünschten Ergebnis. Zunächst eigenen sich alle Aufnahmeformate bei Architekturaufnahmen: Micro 4/3, Aps-c, Vollformat, Mittelformat und in einigen Fällen auch eine Großbildkamera (4×5“), welche eine Postkartengroße Fläche abbildet. Entscheidend ist, dass der Architekturfotograf sich die jeweiligen Eigenschaften zu Nutze macht. Neben Fachkameras für Architekturfotografie mit synchronen Objektiven gibt es darüber hinaus verschiedene Aufnahmetechniken. Beispielsweise mehrere Belichtungsreihen, Tilt-Shift-Objektive und die Montage von Panoramen, bzw. Einzelaufnahmen.

Wichtig ist in der Architekturfotografie vor allem die Kameraposition. Für den Architekturfotografen der Beginn und wichtigste Teil der Aufnahme. Wenn der Standpunkt falsch gewählt wurde, können stürzende Linien, Verzerrungen und falsche Größenverhältnisse in der fotografischen Raumwahrnehmung entstehen. Hier kommen wir zu dem optischen Regeln und größten Schwierigkeiten für Fotografen der Architekturfotografie. 3-dimensional gebannt auf 2 Dimensionen. Ein sehr viel „gefühlt“ größerer Blickwinkel (binokulares Gesichtsfeld). Ein räumliches Sehen, das streng genommen zwei Fisheye-Objektive erforderlich macht, um optisch korrekt die Größenverhältnisse kreisförmig darstellen zu können. Das Ziel ist jedoch ein bestimmtes Bildformat, welches in der heutigen Zeit überwiegend auf einem Monitor betrachtet wird.

Ein menschliches Auge deckt in der Horizontalen ein Gesichtsfeld von 107° ab, zusammen also 214°. In der Vertikalen liegt der Bereich bei 60-80°. Dies alles, ohne die Zuhilfenahme einer Kopfbewegung. Sehschärfe, Helligkeit und Farbsehen sinken zum Rand deutlich ab. Das periphere Sehen im zentralen Bereich (der Fovea), deckt über 100° ab und dieses Sichtfeld muss nun 2-dimensional auf den Bildschirm vor ihnen optisch korrekt und ohne Verzerrungen „wiedergegeben“ werden. Technik alleine kann so einen erweiterten Blickwinkel nicht verzeichnungsfrei aufnehmen. Nun beginnt die digitale Bildbearbeitung. Software und Bildbearbeitungsprogramme nehmen heute in der Architektur einen wichtigen Platz ein.

Optische Grenzen der Architekturfotografie | Software für eine korrekte Darstellung

Selbst große Aufnahmeformate ermöglichen leider nicht zwingend die verzerrungsfreie Fotografie von Gebäuden. Wenn das Blickfeld groß und der Abstand zur Immobilie gering ist, weiß ein guter Architekturfotograf trotzdem, welche Mittel ihm zur Verfügung stehen.

Zunächst muss der Architekturfotograf seine Aufnahmeposition finden und mit der richtigen Brennweite, Tilt- /Shiftfunktionen und korrekt belichtet die vertikale und horizontale Gebäudekante möglichst parallel zur Bildfeldbegrenzung abbilden. In extremen Fällen greift man hier zu mehreren Einzelaufnahmen. Diese werden im Hochformat, nebeneinander aufgenommen und in einem späteren Schritt zusammengefügt (Stitching).

Verzeichnung,  Perspektiven-Korrektur und Entzerrung von Gebäuden

Für eine spätere Entzerrung sollte der Architekturfotograf bereits bei der Aufnahme genügend Freiraum um das Hauptmotiv belassen. Durch die spätere Entzerrung, bzw. optische Korrektur der Perspektive geht ein Teil des Bildauschnitts verloren. In anderen Bereichen kommen neue hinzu. Diesen gilt es dann entsprechend aufzufüllen.

Bereits in Einsteigerprogrammen wie Adobe Lightroom gibt es hier entsprechende Werkzeuge und auch eine automatische Funktion, die in vielen Fällen gut funktioniert und für eine gute erste Korrektur sorgen kann. Weiter geht es mit der dann „Perspektivischen Verformung“, beispielsweise in Photoshop. Die Gebäudelinien können markiert und an ein Raster angeglichen werden.

VORSICHT! 100% gerade zum Bildrand ist nicht immer richtig. Es kommt auch hier auf die Perspektive an. Ein wirklich hohes Gebäude aus niedriger Position mit sehr geringem Abstand aufgenommen, wird und muss nach oben hin kleiner werden. Es würde merkwürdig aussehen, eine solche Perspektive zu begradigen. Leider ein Fehler, der sich sogar in den Portfolio-Galerien vieler professioneller Architekturfotografen findet. Die Gebäude wirken dadurch unwirklich und alles andere als optisch korrekt. Hat man die perspektivische Verformung abgeschlossen, wird es Bereiche geben, die völlig neu arrangiert werden müssen. Im äußersten Randbereich, bei extremen Weitwinkel-Aufnahmen, sind Fenster größer als in der Bildmitte und vermutlich stimmen auch die Proportionen des Gebäudes nicht mehr. Dann müssen Bereiche (Fassade, Fenster, Türen) kopiert und neue Ebenen angelegt werden. Eventuell werden auch die Fassade und das Dach auf ganz unterschiedlichen Ebenen entzerrt und anschließend alle Ebenen wieder neu zu einem Ganzen zusammengesetzt. Nun beginnt die Retusche.

Es gibt fast immer störende Elemente in Architekturfotos. Ein einfacher Kopierstempel hilft hier in den meisten Fällen weiter. Darüber hinaus kann es auch vorkommen, dass in extremen Fällen aus anderen Aufnahmen (Detailaufnahmen des Gebäudes) ganze Bereiche in die Totale eingefügt werden. Beispielsweise, wenn ein großes Fahrzeug über Stunden parkt und ein Teil des Gebäudes verdeckt war. In solchen Fällen setzt ein Architekturfotograf aus anderen Aufnahmen diese Bereiche ein. Im Bereich der Innenarchitektur gibt es darüber hinaus das Digital Staging. Hierbei können Leuchten simuliert und Einrichtungsgegenstände eingefügt werden. Ein Bereich, auf den ich hier nicht näher eingehen möchte. 3D Rendering ist bei Architekten üblich und auch bei professionellen Fotografen. Aber selbst eine kurze Einführung für Anfänger wäre zu umfangreich.

Die Ausrüstung eines Architekturfotografen

Natürlich ist ein 150MP Phase One IQ Rückenteil an einer Großformatkamera mit Objektiv- und Kamerastandarte ein Traum für jeden Architekturfotografen. Wer aber keine Großdrucke anfertigt, überwiegend für Publikation in der Presse und World-Wide-Web arbeitet, der sollte das angeforderte Format und Abmessungen des Bildes realistisch betrachten, denn für eine solche Ausrüstung (summa summarum) betragen die Kosten rund 50.000 €.

Eine digitale Vollformatkamera ist in 99 % der Fälle mehr als ausreichend. Günstige Erweiterungen, wie beispielsweise ein Nodalpunktadapter, helfen in schwierigen Situationen. Das mag etwas mehr Zeit beanspruchen, aber mit einer Fachkamera macht auch niemand mal eben ein Foto. Selbstverständlich ist ein Canon TS-E 17mm für Innenarchitektur fantastisch, ebenso das TS-E 24mm für Außenaufnahme, aber nicht jede Aufnahme erfordert ein solches Objektiv. Der Einsatz wird manchmal auch übertrieben, weil man das Objektiv ja besitzt und man vergisst völlig, ob eine natürliche Darstellung nicht vielleicht doch mit einem Standardweitwinkel erreicht werden kann.

Architekturfotografen sind von Technik begeistert. Die richtige Balance zu finden, fällt da nicht immer leicht. Auch Fotografen der Architektur sollten daran denken, dass die Fotografie den größten Raum einnehmen sollte. „Die Mitte das Ziel“.

Wer mit Fachkamera und dem Großformat Erfahrungen im Bereich der Architekturfotografie sammeln möchte, was ich sehr empfehlen kann, der sollte zu dieser Variante greifen: Eine Cambo Fachkamera, gebraucht für 400-500 €. Das passende Schneider Kreuznach 45mm, oder Rodenstock 47mm für 600-700 € Für 10 Filme/Aufnahmen entfallen etwa 70 €. Die Scans oder Entwicklungen sind zumindest überschaubar und so kann man nicht nur viel lernen. Mit dieser Arbeitsweise schafft man auch kreative Energie.

Was Praxis erfahrene Fotografen heute für Architekturfotos verwenden

3-4 Zeiss Festbrennweiten, eine Fuji GFX100 Mittelformatkamera mit G Objektiven, all dies sind tolle Sachen. Aber die Realität ist, dass 2/3 der wirklich praktisch arbeitenden Architekturfotografen keine 25.000 Tausend Euro in der Fototasche haben, sondern überwiegend, je nach Marke, dieses Equipment. Auf Blitzgeräte (für Interieurfotografie/Innenarchitektur) möchte ich hierbei nicht weiter eingehen und mich auf die klassische Architekturfotografie beschränken.

Kameras für Architekturfotografie

  • Canon R5, oder 5DSr
  • Nikon Z7 oder D850
  • Sony A7RIV, oder III

Das Zubehör der Architektur-Fotoausrüstung

Sehr stabiles Stativ, evtl. auch als Hochstativ nutzbar.
Polarisationsfilter
Panorama-/Nodalpunktadapter
Große Gegenlichtblende
Kabel- oder Fernauslöser
Sucherlupe (Bei klassischen Spiegel-Kameras)
Regenschutz

Objektive für Architekturfotografen

  • Canon TS-E 17mm + 24mm
  • Canon RF 14-35mm f4
  • Canon RF 28-70mm f2
  • Canon EF-17-40mm f4
  • Nikon AF-S 14-24mm
  • Nikon Z 14-24mm
  • Sigma ART 12-24mm
  • Sigma ART 35mm f1.4
  • Sony 12-24mm
  • Tokina 16-28mm
  • Zeiss 16-35mm
  • Weiterhin ein 70-200mm Tele (Canon, Nikon, Sony) und wenn das Weitwinkel den Bereich nicht abdeckt, sollte eine 28mm Festbrennweite nicht fehlen.

Praktische Tipps für die Architekturfotografie

Ich denke, von meiner Anmerkung „Architekturfotografen sind von Technik begeistert“, wird der eine oder andere nicht begeistert gewesen sein. Leider empfinde ich es jedoch so. Viel zu viel Zeit wird mit Tests von Objektiven und Kameras, oder einfach nur dem Träumen vom Leaf Rückenteil verbracht. In Foren kämpft das Lager der Canon Fotografen gegen Sony und auf YouTube schaut man sich Stunden und Tage die Meinungen vermeintlich ausgebildeter Architekturfotografen an. Fotografie bedeutet fotografieren. Also raus und los!

Wie man gute Architekturfotos macht

Nicht sofort das Stativ vor dem Gebäude aufbauen! Am besten mit großer Brennweite beginnen, einem 70-200 vielleicht. Wichtig ist, das Bauwerk in seinem Kontext, in seiner Umgebung zu sehen und es so zu verstehen. Wie der Architekt, so muss auch der Fotograf alles mit einbeziehen. Das geht nur, wenn man sich bewegt. Am besten ruhig sehr weit weg, aus der Ferne auf das Objekt zu.

Wenn ich als Architekturfotograf beauftragt werde, Architekturfotos linksrheinisch in Köln zu erstellen und dieses Gebäude nah am Rhein liegt, dann starte ich mit den ersten Aufnahmen auf der anderen Seite, rechtsrheinisch, oder wie man in Köln sagt, „op dr schäl Sick“. Wenn ich mit meinem Teleobjektiv die ersten Bilder aus großer Distanz gemacht habe, bleibe ich zunächst beim 70-200mm und fotografiere die Details des Bauwerks. Durch diese Herangehensweise hat man auch im Blick, was für die Weitwinkelaufnahmen wichtig sein könnte. Zudem findet man auf diese Art und Weise auch bereits den einen oder anderen Standpunkt für die Aufnahmen mit Brennweiten wie 35mm und 15-24mm.

Nach den ersten Detailaufnahmen baut man das Stativ auf. Hierbei sollte man keinen Meter Abstand verschenken und vorhanden Platz auch nutzen.

Die Kamera wird „ins Wasser“ gebracht (Waage). Die Fototasche am besten nicht auf dem Boden liegen lassen, das Gewicht nutzen und am Stativ befestigen. ISO 100-200, Blende 8. Natürlich in RAW/DNG und am besten mit 3 Belichtungen (-1 / 0 / +1). Auch wenn es nicht immer gebraucht wird, es kostet keinen Film, besser machen und die zusätzlichen Belichtungen mit nach Hause nehmen!

Die Kamera nicht mit der Hand auslösen! Was bringt ein 5 KG Stativ für größte Standfestigkeit, wenn dann mit dem Finger ausgelöst wird?  Kabelauslöser, Fernauslöser oder den Selbstauslöser wählen (2-3 Sekunden genügen). Wer mit Spiegel fotografiert muss zusätzlich die Spiegelvorauslösung aktivieren. Wie bei sehr großen Spiegeln (Hasselblad, Mamiya usw.) Standard, erst der Spiegel hoch und dann wird mit einer kleinen Verzögerung der Verschluss ausgelöst.

Für die richtigen Perspektiven braucht es Erfahrung und es ist mit einem Satz nicht erklärt. Da die Bildbearbeitung einen wichtigen Platz in der Architekturfotografie einnimmt, fotografiert ein Architekturfotograf mit jahrelanger Erfahrung bereits unter der Berücksichtigung, was später wo gut korrigiert werden kann. Hier muss jeder Fotograf seine Erfahrungen machen, denn jeder bearbeitet seine Architekturfotos ein wenig anders.

Wenn selbst ein TS-E 17mm mit mehreren Aufnahmen das Objekt nicht erfassen kann, oder ein Weitwinkel mit unter 15mm, dann bleibt nur die Hochformat Aufnahme mit Nodalpunktadapter. Das spätere Zusammenfügen der Aufnahmen sollte in PTGui erfolgen, da es hier sehr viele weitere Korrekturmöglichkeiten gibt, die Photoshop bei weitem übertreffen. Zudem können die Fotos unterschiedlich zusammengefügt werden:

Equirectangular, Cylindrical, Circular Fisheye, Mercator, Vedutismo, Rectilinear und all diese Formen auch in der Transverse. So sind auch extreme Perspektiven möglich. Aufwendig, und PTGui ist nur der erste Schritt, aber andere Wege gibt es in solchen Fällen dann einfach nicht. Man Bedenke, selbst eine Großbild-Kamera zeigt mit der kleinsten hierfür erhältlichen Brennweite (45mm Schneider) maximal das, was einer Brennweite von 14-15mm im Voll-/Kleinbildformat entspricht. Mit einem 12-24mm von Sigma, oder einem Canon 11-24 (f4) bildet man also noch deutlich mehr ab.

Jeder Architekturfotograf hat natürlich seinen eigenen Workflow. Was ich in den letzten 20 Jahren und beim Austausch mit Kollegen gelernt und erfahren habe, zeigt mir jedoch, dass der größte Teil sehr ähnlich arbeitet.

Noch ein TIPP: In BEWEGUNG bleiben. Das Stativ und die „tolle Technik“ macht auch träge. Architektur besteht nicht nur aus Steinen, sondern etwas, worin und womit Menschen leben. Menschen, die sich bewegen. Um entsprechende Bilder machen zu können, muss sich der Architekturfotograf daher „BEWEGEN“.

Ihr Architekturfotograf in Köln

Ehrliche Architekturfotografie, ohne Übertreibungen.

Als erfahrener Architekturfotograf hat für mich die getreue Darstellung von Gebäuden höchste Priorität. Übersteigerte Farben, extreme Kontraste oder stark bearbeitete Oberflächen können mit einem „WOW-Effekt“ beeindrucken, schaffen aber auch Skepsis beim Betrachter. Diese Form der Bildbearbeitung wird als solche erkannt und erwekt die Frage: „Wie sieht der Raum wohl wirklich aus?“  Photoshop ist für mich das Werkezeug um ein realistischen Architekturfoto eine optisch perfekte Abbildung zu schaffen. Eine ehrliche visuelle Botschaft, ohne zu übertreiben. Größenverhältnisse korrekt wiedergeben, natürliche Farben und ein Dynamikumfang, der unserer natürlichen Wahrnehmung entspricht.

Den Zugang zur Architektur erhalten wir vor allem und oftmals sogar ausschließlich über die Architekturfotografie. Bauwerke erleben wir vor allem in Bildern. Der Entwurf des Architekten wurde lebendig und zur Realität. Meine Arbeit als Architekturfotograf ist es nicht nur realistisch zu dokumentieren und das Zusammenspiel von Geometrie, Form, Licht und Schatten im Kontext der Umgebung darzustellen. Architekten schaffen Bauwerke und die Architekturfotografie ist in der Lage dieses Bauwerk sogar zu überleben.

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